Mitten in der Pandemie setzte die Deutsche Seniorenstift Gesellschaft (DSG, Hannover) ein zukunftsweisendes Projekt um, das gleich mehrere der drängendsten Probleme der Altenpflege löst und bessere Arbeitsbedingungen schafft. Dafür gibt jetzt den Altenheim Zukunftspreis 2021.

(Hannover/Vincentz Network) „Das Projekt #DSGCares zeigt beeindruckend, wie mit einer mitarbeiterorientierten Anwendung neuer technischer Möglichkeiten, physische und psychische Belastungssituationen in der Altenpflege deutlich und nachhaltig verringert werden können“, fasst Dr. Beate Radzey zusammen, Leitung LANDaufwärts (Tübingen) und Mitglied der Fachjury des Altenheim Zukunftspreises.

Vier Herausforderungen, vier Lösungen
Ein Dienstplan, der mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) in wenigen Sekunden erstellt wird, unter Berücksichtigung interner Vorgaben, individueller Mitarbeiterwünsche und der Dienstplangerechtigkeit – das klingt nach Zukunft und ist eine von insgesamt vier Teillösungen des #DSGCares-Projekts für die definierten vier akuten Herausforderungen der rund 2100 Mitarbeitenden in den 30 Einrichtungen der DSG. Die weiteren sind: die steigenden Anforderungen an die Pflegedokumentation mit der Angst, etwas zu vergessen, gesundheitliche Probleme durch Hebetätigkeiten sowie die außergewöhnliche psychischen und physischen Belastungen durch die Pandemie.

Um den Anforderungen an die Pflegedokumentation zu begegnen, wurde eine intuitiv bedienbare, „mitdenkende“ Software entwickelt, die über ein Tablet bedient werden kann und nahezu selbsterklärend ist. Die Pflegekraft wird mittels Workflows durch die einzelnen Maßnahmen geführt und erinnert, sodass keine Eingabe vergessen werden kann. Eine weitere Softwarelösung erleichtert das Auffinden von Hilfsmitteln wie Hebegeräten, Abwurf- und Reinigungswagen oder Rollstuhlwaagen – das Programm zeigt an, wo sich diese gerade befinden. Für die Entspannung und Regeneration der Mitarbeiter wurden spezielle Relaxsessel angeschafft, in Kooperation mit der BrainLight GmbH und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Mit Erfolg: Viele Mitarbeitende beschreiben, dass sie sich selbst nach einer kurzen Anwendung erholt und entspannt fühlen.

Förderung durch Sofortprogramm des Bundes
Auch Jury-Mitglied Dr. Stefan Arend zeigte sich begeistert: „Was für eine Innovationsfreude! Die DSG hat gleich vier zentrale Herausforderungen der Branche aufgegriffen und Lösungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen. Das Mitarbeiterteam kann sich angesichts der damit zum Ausdruck gebrachten Wertschätzung zu Recht freuen. Die DSG hat für dieses Programm kräftig investiert. Rund eine Million Euro verschlang #DSGCares – das ist ein Statement in diesen Zeiten! Wie gut, dass sich unter anderem die Pflegekassen im Rahmen des Sofortprogramms der Bundesregierung mit 250.000 Euro beteiligt haben.“

Die DSG-Geschäftsführer Frank Steinhoff und Volker Schulze freuen sich, dass die Fachjury die Anstrengungen für bessere Arbeitsbedinungen mit der Auszeichnung würdigt. „Die Umsetzung des #DSGcares-Projekts wurde auch mit Mitteln aus dem Digitalisierungspaket der Bundesregierung gefördert. Das zeigt, dass der Ansatz richtig ist“, sagt Volker Schulze.

Davon ist auch Steve Schrader, Chefredakteur der Zeitschrift Altenheim, überzeugt: „Die DSG hat sich bei der Entwicklung der Software konsequent an den Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientiert, das macht das Projekt so erfolgreich. Digitale Innovationen wie diese tragen maßgeblich dazu bei, Pflegekräfte zu unterstützen und zu entlasten und sorgen so für attraktive Arbeitsbedingungen.“

„Ich gratuliere der DSG zum Altenheim Zukunftspreis für ihr engagiertes und zukunftweisendes Projekt #DSGcares. Dem Träger gelingt es damit, seine Mitarbeitenden durch den gezielten Einsatz neuer Technologien zu fördern und zu entlasten. Pflegekräfte sind Puls und Herzschlag jeder Einrichtung, und ihnen den Arbeitsalltag zu erleichtern, verdient Respekt und Anerkennung. Dafür nimmt die DSG viel Geld in die Hand – aus meiner Sicht gut investierte Mittel: Herzlichen Glückwunsch“, betont Kai Tybussek von Curacon, dem Sponsor des Altenheim Zukunftspreises.

Die Auszeichnung des Fachmagazins Altenheim prämiert jährlich herausragende Projekte und Innovationen, die einen wertvollen Nutzen sowie einen zukunftsweisenden Charakter haben.

Bilderunterschrift: Preisträger und Gratulanten (V.li.) Guido Kraus, Rechtsanwalt, Curacon (Sponsor), Thomas Weiß, Leitung Marketing, Frank Steinhoff, Geschäftsführer, Renate Laszinski, Leitung Personalentwicklung, Volker Schulze, Geschäftsführer (alle Deutsche Seniorenstift Gesellschaf) sowie Steve Schrader, Chefredakteur Altenheim, Vincentz Network. / Foto: Ina Füllkrug

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