(Hannover) Eine Akademikerquote von 30 Prozent in der Pflege, einen bundesweiten Tarifvertrag und ein Einstiegsgehalt für Pflegende von 4.000 Euro brutto – das fordert Christel Bienstein, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), in der Wochenzeitung Care Konkret (Verlag Vincentz Network, Ausgabe 27/20). Im Interview setzt sie sich für eine deutliche Aufwertung der Profession Pflege ein und erläutert  die ambitionierten berufspolitischen Ziele des Aktionsprogramms 2030, das der DBfK im Juni vorlegte.

Einer der Kernpunkte ist die Akademisierung: „Wir wissen aus internationalen Studien: je höher der Anteil an hochschulisch qualifizierten Pflegenden, desto höher die Pflegequalität“, betont Christel Bienstein. Nur eine Professionalisierung der Pflege – bessere Ausbildung, bessere Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit, höhere Anerkennung der Leistungen und Kompetenzen der Pflegenden – bringe eine bessere pflegerische Versorgung für die Menschen in Deutschland. Dazu gehörten auch Masterstudiengänge mit klinischem Fokus für „Advanced Nurses“, die auch bisher Ärzten vorbehaltene Aufgaben übernehmen. Weitere Eckpfeiler des Programms sind ein bundesweit einheitliches Ausbildungskonzept, einheitliche Tarife sowie Pflegekammern in jedem Land.

Die Corona-Krise sieht sie „als Chance, um jetzt mutige Ziele zu verfolgen, die die Altenpflege wirklich besser machen – denn weiterwursteln wie bisher geht nicht mehr“. Dankbarkeit in Politik und Gesellschaft habe dagegen eine kurze Halbwertszeit. „Ich hoffe aber sehr, dass die ‚Systemrelevanz‘ der Pflege nach der Krise notwendige Reformen beschleunigt.“

Das ganze Interview „Wir sehen die Krise als Chance“ lesen Sie in der Care Konkret vom 3.7.2020 oder unter www.vincentz.de/presse/

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