Ausgaben der Pflegeversicherung könnten sich bis 2035 verdoppeln

Weil die Pflegekosten aufgrund des demografischen Wandels rapide steigen, schlagen die Autoren der Studie vor, Steuermittel zu verwenden. Foto: Adobe Stock/ Stefan Yang

Der Babyboom in den 1950er und 60er Jahren sowie eine steigende Lebenserwartung beschere Deutschland starke Rentnerjahrgänge, heißt es in der heute (21.11) veröffentlichten Studie. Bis 2050 werden nach Schätzungen hierzulande 23,3 Millionen Menschen älter als 65 Jahre sein – das sind etwa 30 Prozent mehr als heute. Damit wachse auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Der Pflegebeitrag von derzeit 3,05 Prozent (bzw. 3,3 Prozent für Kinderlose) könnte bis dahin auf 4,6 bis 4,9 Prozent steigen, wenn politisch nicht gegengesteuert wird, hieß es.
Das von der Bertelsmann Stiftung beauftragte Berliner Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos stellt in seiner Untersuchung verschiedene Szenarien auf. Im Jahr 2050 gehen die Forscher von 5,3 Millionen Empfängern von Pflegeleistungen aus, im Vergleich zu heute wären das 1,8 Millionen mehr. Die Ausgaben der Pflegeversicherung würden nach dieser Annahme in 30 Jahren bei 181,3 Milliarden Euro liegen. 2017 betrugen die Kosten 38,5…


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