Bei erfundenen Kündigungsgründen gibt es Entschädigung

Wegen schwerer Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts hat die Pflegerin Anspruch auf eine Geldentschädigung in Höhe von 20 000 Euro, so das Gericht. Foto: AdobeStock/niroworld

Versucht ein Arbeitgeber, missliebige Mitarbeiter loszuwerden, kann Anspruch auf eine Entschädigung bestehen. Das gilt etwa für den Fall, dass der Arbeitgeber den Mitarbeiter ausspitzeln lässt und versucht, Kündigungsgründe zu fingieren. Auf ein entsprechendes Urteil des Arbeitsgerichts Gießen (Az.: 3 Ca 433/17) verweist die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

In dem konkreten Fall klagte eine Pflegerin, die als stellvertretende Betriebsratsvorsitzende tätig war, gegen ihren Arbeitgeber. Sie war in einem Seniorenheim beschäftigt. Zwischen der neuen Geschäftsführung und dem Betriebsrat kam es immer wieder zu Unstimmigkeiten, wie der DAV erklärt. Daraufhin schleuste die Geschäftsführerin drei Personen als “Leiharbeitnehmer” in das Seniorenheim ein. Ihre Aufgabe sollte darin bestehen, die Mitarbeiterin zu beobachten und Kündigungsgründe zu finden.

Unter anderem versuchten die Personen, die stellvertretende…


Vollständigen Artikel lesen