Bienstein: "Potenzial der Pflegenden wird kaum genutzt!"

“Keine Bedingungen, die einen Beruf attraktiv machen”: Prof. Christel Bienstein, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), hat anlässlich des Weltgesundheitstags den Umgang mit Pflegenden in Deutschland kritisiert.

Foto: Uni Witten/Herdecke

“Der Berufsalltag der Pflegenden ist von ständigem Zeitdruck, überhöhter Arbeitsbelastung und geringer Autonomie gekennzeichnet”, so Bienstein, “das sind keine Bedingungen, die einen Beruf attraktiv machen und einen langen Verbleib in der Branche ermöglichen.” Die Ressource Pflege werde– trotz des bereits bestehenden Pflegefachkräftemangels und weiter steigenden Bedarfs an professioneller Pflege – fahrlässig aufs Spiel gesetzt. “Gesundheit für alle kann aber im deutschen Gesundheitssystem nur gelingen, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Beruf gesund bleiben”, so die DBfK-Funktionärin, “das ist das mindeste, was sie von der Gesellschaft und ihren Arbeitgebern erwarten können.”

Der Weltgesundheitstag wird Jahr für Jahr auf der ganzen Welt am 7. April begangen. Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization/
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