Von der Wirtschaftlichkeit über die Digitalisierung bis zum Fachkräftemangel: Was die Pflegebranche im zweiten Jahr der Pandemie bewegt, zeigt detailliert der Care Monitor 2021, durchgeführt vom Branchendienst Care Invest und der Unternehmensberatung Roland Berger.

(Hannover/Vincentz Network) Der Care Monitor 2021 stand erneut im Zeichen der Pandemie. Die Pflegebranche gehört zu den am stärksten betroffenen Bereichen der Gesellschaft. Doch die Megatrends bleiben unverändert – die Herausforderungen durch den Fachkräftemangel, regulative Vorgaben, demografische Entwicklung, Digitalisierung sowie Kosten- und Effizienzdruck. Rund 200 Teilnehmer aus allen Trägerschaften haben an der umfassenden Studie teilgenommen. Ähnlich wie 2020 bewerten sie die wirtschaftliche Entwicklung zurückhaltend: 21 Prozent der Befragten berichten für das abgelaufene Geschäftsjahr von einem Defizit und 53 Prozent erwarten bis 2025 eine defizitäre Entwicklung.

Von einem Investitionsstau wiederum konnten die Befragten erneut nicht berichten: 57 Prozent geben an, dass sie in ausreichendem Maße investieren. Bei den Schwerpunkten der Investitionen in Immobilien gab es gegenüber dem Vorjahr keine nennenswerten Verschiebungen. „Unverändert liegt 2021 die Sanierung mit 70 Prozent deutlich vor dem Neubau, den lediglich ein Drittel der Studienteilnehmer favorisiert“, fasst Oliver Rong, Senior Partner bei Roland Berger eines der Befragungsergebnisse zusammen. „Zwar antworten 57 Prozent der Befragten, dass sie in der Vergangenheit ausreichend investiert haben“, ergänzt Matthias Ehbrecht, Chefredakteur des Branchendienstes Care Invest. „Allerdings sind lediglich 34 Prozent der Studienteilnehmer innerhalb des kompletten Portfolios Eigentümer der Immobilien und verfügen damit über die vollständige Entscheidungshoheit über Renovierung und Umbau.“

Positive Effekte scheint es bei der Digitalisierung zu geben: So ist der Anteil der Studienteilnehmer, die Digitalisierungsmaßnahmen umsetzen, auf 94 Prozent gestiegen. Allerdings wirken ein zu hoher Investitionsbedarf und fehlende finanzielle Mittel als Hemmschuh. Die Pandemie-bedingte hohe Erwartung an die Steigerung in der Unterhaltung und des Komforts der Bewohner durch die Digitalisierung konnte nicht erfüllt werden und hat sich auf das Vor-Corona Niveau zurückbewegt.

Fachkräftemangel bleibt größtes Problem
Das Thema Personal bleibt ein kritischer Erfolgsfaktor: 60 Prozent gaben an, dass sich der Fachkräftemangel im Vergleich zum Vorjahr nochmals verschärft hat. Was sie dagegen tun wollen: die Arbeitgeberattraktivität und die Anzahl der Ausbildungsplätze erhöhen, die verstärkte Nutzung von Social Media wie Facebook, Instagram und Linkedin für Personalmarketing sowie weitere Maßnahmen. Aus Sicht der Mitarbeitenden stellt eine verlässliche Dienstplanung und eine damit verbundene Work-Life-Balance die mit Abstand wichtigste Maßnahme dar – noch vor einer Verbesserung der Vergütung.

Als neuen Aspekt hat der Care Monitor 2021 das Thema Nachhaltigkeit und ESG-Regeln (Environmental Social Governance) aufgegriffen. Die Erkenntnisse dazu – sowie zahlreiche weitere Daten aus erster Hand liefert der komplette, 28-seitige Care Monitor 2021, der jetzt als Whitepaper hier bestellt werden kann.

Kostenloses Rezensionsexemplar für Redaktionen unter michael.schlenke@vincentz.net

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