Demenzerkrankte bekommen zu häufig Antipsychotika statt Antidementiva

Menschen mit Demenz bekommen viel zu häufig Antipsychotika statt Antidementiva verabreicht. Das haben jetzt Forscher der Universität Bremen ermittelt.

Foto: Krüper

Dabei sei vor allem bei der Anwendung von Antipsychotika bei Menschen mit Demenz das erhöhte Risiko eines vorzeitigen Todes seit vielen Jahren bekannt, so Studienleiter Prof. Dr. Gerd Glaeske, Co-Leiter der Socium-Abteilung „Gesundheit, Pflege & Alterssicherung“. Solche Arzneimittel, zu denen auch noch Tranquilizer und Schlafmittel hinzukämen, stellten zwar die Menschen ruhig und bedeuteten daher für das Personal weniger Pflegeaufwand im Sinne von „satt, sauber, ruhig“. Sie seien aber keine Mittel, die ein menschenwürdiges Leben für Alzheimerpatienten fördern. Das sei eine gravierende Fehlversorgung und lasse sich nicht mit medizinischen Leitlinien erklären, so Glaeske: „Hier liegt der Verdacht nahe, dass demente Menschen einfach ruhiggestellt…


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