Deutlich mehr Pflegebedürftige mit alkoholbedingten Störungen

Foto: Adobe Stock / Budimir Jevtic

Die “Baby-Boomer-Generationen” der 40er-, 50er- und 60er-Jahre wuchsen in deutlich andere Lebensbedingungen hinein, als ihre Eltern und Großeltern. Zunehmender Wohlstand, gesellschaftliche Freizügigkeit, lustbetonter Lebensstil und die höhere Verfügbarkeit von Alkohol prägten diese Jahre. Spiegelbild der Veränderungen ist die Entwicklung des Pro-Kopf-Konsums an Reinalkohol, der von 1950 mit 3,2 Litern auf 12,9 Liter im Jahr 1980 anstieg. Heute liegt der durchschnittliche Konsum pro Jahr bei 9,6 Litern.

Gleichzeitig führt die steigende Lebenserwartung automatisch zu einem unverhältnismäßig großen Anstieg der alkoholbedingten Störungen im Alter. Deutlich wird dies am durchschnittlichen Sterbealter von Menschen mit alkoholbedingten Erkrankungen: Lag dieses im Jahr 1980 noch bei 53,1 Jahren, so waren es im Jahr 2005 ganze 58,1 Jahre.

Betroffene Bewohner weisen zudem gegenüber denen ohne eine Alkhoholdiagnose Besonderheiten auf: Unter anderem sind sie…


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