Ethikkommission: Ressourcenmangel verstärkt Gewalt in der Pflege

Überlastung und Erschöpfung der Pflegenden begünstigen laut Ethikkommission aggressives Verhalten.

Foto: Werner Krüper

Die Lebenswirklichkeit in der stationären Altenpflege sei geprägt von einer Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, heißt es in einer Pressemeldung der Ethikkommission. Die Pflegenden seien sich der Verletzlichkeit und Abhängigkeit der Bewohner bewusst. Die vorherrschenden Arbeitsbedingungen mit Zeitdruck und chronischem Personalmangel verhinderten jedoch oftmals den notwendigen Beziehungsaufbau. Die Überlastung und Erschöpfung der Pflegenden sowie fehlende Beziehungskompetenzen führten zu Stress und zu einem Abgleiten in kalte Routinen.

Verbale Aggression und das Brechen des Widerstandes von Bewohnern würden als übliche Vorgehensweisen entschuldigt und gerechtfertigt. Darüber hinaus würden Fixierungsmaßnahmen häufig mit dem vermeintlichen Schutz vor Stürzen und der Bewegungsunruhe von Menschen mit demenziellen Veränderungen begründet. Institutionen, die ein solches Verhalten tolerieren, würden die Voraussetzung zur Realisierung von Gewalt schaffen….


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