Finanzamt darf Lohnsteuer verlangen

Achtung: Die Teilnahme an Gesundheitskursen kann zu weniger Geld im Portmonee führen. Foto: Adobe Stock/ Gina Sanders

Die Kostenübernahme für solche allgemeinen Veranstaltungen etwa zur Körperwahrnehmung oder Stressbewältigung sei grundsätzlich als zu versteuernder Arbeitslohn anzusehen, entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem Urteil. (AZ: VI R 10/17). Im konkreten Fall wollte ein Arbeitgeber aus Nordrhein-Westfalen seiner Belegschaft etwas Gutes tun. Er bot den Beschäftigten von 2008 bis 2010 jeweils eine einwöchige “Sensibilisierungswoche” an. Auf freiwilliger Basis konnten Arbeitnehmer in Kursen und Workshops unter anderem mehr zu gesunder Ernährung, Körperwahrnehmung, Eigendiagnostik, Achtsamkeit und Nachhaltigkeit lernen. Als Arbeitszeit zählte die Kursteilnahme nicht.

Pro teilnehmenden Mitarbeiter zahlte der Arbeitgeber 1.300 Euro. Darin enthalten waren Unterkunfts- und Verpflegungskosten sowie die Seminaraufwendungen. Die Krankenkassen beteiligten sich mit Zuschüssen an den Sensibilisierungswochen. Das Finanzamt wertete die Aufwendungen als Arbeitslohn und…


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