Gesetzliche Krankenkassen vergrößern DefizitGesetzliche Krankenkassen vergrößern Defizit

Die Kassen geben gegenwärtig für die Versorgung ihrer Versicherten mehr aus, als sie einnehmen, sagt die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer.

Foto: Tom Maelsa

Nach dem ersten Halbjahr waren es 544 Millionen Euro Minus gewesen. Die Rücklagen betrugen Ende September rund 20,6 Milliarden Euro. Das sei immer noch etwa das Vierfache der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve.

Minister Jens Spahn (CDU) sprach von einem „unechten Defizit“, das buchungstechnisch durch den Abbau von Rücklagen entstehe. Die Kassen hätten weiterhin sehr hohe Reserven. „Beitragsgelder sind aber keine Sparanlagen. Krankenkassen mit besonders hohen Reserven müssen deshalb ihre Rücklagen Schritt für Schritt absenken. Dadurch profitieren auch die Beitragszahler.“

Die Kassen sprachen davon, dass sich eine hohe Ausgabendynamik im dritten Quartal nochmals deutlich verstärkt habe. Die Kassen gäben gegenwärtig für die Versorgung ihrer Versicherten mehr aus, als sie einnehmen, sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer.

Das finde sich in fast allen Leistungsbereichen von Arzneimitteln über Heilmittel bis zur…


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