Isfort: "Politik muss bei Schwarzarbeit in der Pflege hinschauen"Isfort: "Politik muss bei Schwarzarbeit in der Pflege hinschauen"

Ohne die illegal beschäftigten osteuropäischen Pflege- und Betreuungskräfte sei die Pflege in Deutschland nicht zu leisten, sagt Prof. Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP). Doch die Politik müsse sie vor Ausbeutung schützen.

Foto: Atelier Ralf Bauer

Die vor allem aus Osteuropa stammenden Betreuer – zu weit über 90 Prozent Frauen – seien längst eine wichtige Säule in der häuslichen Versorgung Pflegebedürftiger – ohne dass die Politik dies in hinreichender Weise zur Kenntnis nehme.

„Wäre häusliche Versorgung zu bewerkstelligen, wenn diese Arbeitsverhältnisse wegfielen? Nein!“, sagte Isfort. Zudem gehe es nicht nur um den Schutz von Betreuungspersonen vor Ausbeutung, sondern auch um den der ihnen anvertrauten alten Menschen. Nötig sei eine Debatte, die zwischen den beteiligten Ministerien stattfinden müsse. „Da müssen Ausnahmetatbestände definiert und Sozialrechte angefasst werden – es ist ein Riesenaufwand“, sagte er. „Aber es muss passieren.“


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