Jubelmeldungen verschleiern die Probleme im Beruf

Entscheidend seien die Ausbildungsabschlüsse und der längere Verbleib im Pflegeberuf, so Pia Zimmermann, Sprecherin der Linken für Pflegepolitik.

Foto: Maik Brückner

Zur Wahrheit gehöre, dass die Abbrecherquoten in den Pflegeberufen in den vergangenen zehn Jahren bis zu einem knappen Drittel eines Ausbildungsjahrgangs betrugen, so Zimmermann. “Auszubildende erleben in ihren Praxiszeiten, dass sie große Teile des Wissens und der Fähigkeiten, die sie erlernen, wegen Personalnot und Zeitmangel als Fachkräfte niemals im Arbeitsalltag umsetzen können. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind so schlecht, dass sie selbst auf motivierte Berufsanfänger abschreckend wirken.”

Es sei zu befürchten, dass insbesondere in der Altenpflege die Zahl der Berufseinsteiger zurückgehen werde, wenn der Abschluss in der nun generalistischen Pflegeausbildung, die gerade erst begonnen hat, den Weg in alle Bereiche der Pflege öffnet. Denn dort würden Fachkräfte noch immer mehrere Hundert Euro pro Monat weniger als im Krankenhaus verdienen. Außerdem verließen Altenpflegekräfte den Beruf durchschnittlich nach 8,4 Jahren, Krankenpflegekräfte…


Vollständigen Artikel lesen