Kündigung wegen Pflegefall: Sperrzeit bei Arbeitslosengeld droht

Das Sozialgericht Karlsruhe urteilte, dass jemand, der seinen Job aufgibt, um einen nahen Angehörigen zu pflegen, unter Umständen mit einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld rechnen muss. Foto: franjo/web

Wer seinen Job aufgibt, um einen nahen Angehörigen zu pflegen, muss unter Umständen mit einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld rechnen. Das zeigt ein Urteil des Sozialgerichts Karlsruhe (Az: 11 AL 1152/19). Darauf verweist der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbunds.

In dem konkreten Fall ging es um eine Ergotherapeutin, die ihr Arbeitsverhältnis mit einem Aufhebungsvertrag beendete – um ihre Mutter zu pflegen, die 950 Kilometer entfernt wohnte. Die Bundesagentur für Arbeit verhängte eine sechswöchige Sperrfrist. In dieser Zeit ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld.
Die Frau klagte gegen diese Entscheidung – ohne Erfolg. Die Pflege eines nahen Angehörigen kann laut Gericht zwar ausnahmsweise einen wichtigen Grund für die Aufgabe eines Arbeitsplatzes darstellen.

Im diesem Fall war das Gericht aber nicht von einem Ausnahmefall überzeugt. Das Gericht sah nicht, dass die Frau alle ihr möglichen Unterstützungsleistungen ausgeschöpft hätte. So hatte…


Vollständigen Artikel lesen