Krankenkasse muss Anlegen von Stützkorsett bezahlenKrankenkasse muss Anlegen von Stützkorsett bezahlen

Foto: Adobestock/cevahir87

Es handele sich dabei um eine Leistung der häuslichen Krankenpflege und nicht um eine Grundleistung der Pflegekasse, entschied das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle in einem am Montag bekanntgemachten Urteil. (AZ: L 16 KR 62/17). Geklagt hatte eine 87-jährige Frau aus Holzminden, die an einer verformten Wirbelsäule und an fortschreitender Osteoporose leidet. Dafür hatte ihr der behandelnde Arzt ein Stützkorsett verordnet. Da die Klägerin wegen Schwindel und einer Motorikschwäche das Korsett nicht eigenständig an- und auszuziehen konnte, verordnete er zudem häusliche Krankenpflege.

Die Krankenkasse lehnte es jedoch ab, die Kosten dafür zu übernehmen, da es sich aus ihrer Sicht um Grundpflege handele, die mit den Leistungen der Pflegekasse abgegolten sei. Das Anlegen des Stützkorsetts sei nicht mit dem Anziehen von Kompressionsstrümpfen vergleichbar, sondern wie das übliche An- und Auskleiden zu behandeln.


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