Nachtarbeitszuschlag ist nach gesetzlichem Mindestlohn zu berechnenNachtarbeitszuschlag ist nach gesetzlichem Mindestlohn zu berechnen

Sieht ein Tarifvertrag einen eigenen Urlaubsgeldanspruch vor, ist das Urlaubsgeld extra zu zahlen und darf ebenfalls nicht in den Mindestlohn einfließen, urteilten die Bundesarbeitsrichter

Sieht ein Tarifvertrag außerdem einen eigenen Urlaubsgeldanspruch vor, ist das Urlaubsgeld extra zu zahlen und darf nicht in den Mindestlohn einfließen, heißt es weiter in dem Urteil. (AZ: 10 AZR 171/16).

Wie der Evangelische Pressedienst (epd) weiter berichtet, zog im konkreten Fall eine Montagekraft eines sächsischen Metallunternehmens vor Gericht. Bis Ende 2014 verdiente sie dort sieben Euro die Stunde. Ab Januar 2015 galt für sie der gesetzliche Mindestlohn von damals 8,50 Euro. Der Arbeitgeber erhöhte aber nicht den Stundenlohn um 150 Euro, sondern rechnete nun das Urlaubsgeld mit ein. Für Nachtarbeit zahlte er zwar entsprechend dem Manteltarifvertrag für die gewerblichen Arbeitnehmer der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie einen Zuschlag von 25 Prozent. Doch diesen berechnete der Arbeitgeber weiterhin nach dem früheren Bruttostundenlohn von sieben Euro. Die Beschäftigte meinte dagegen, dass der Mindestlohn von (damals) 8,50 Euro (heute 8,84 Euro) als…


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