Niederlande: Risiken in Altenheimen unterschätzt

Wurden in den Niederlanden Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 zu spät eingeführt? Foto: Aldeca Productions/AdobeStock

Damit infizierten sich fast sieben Prozent aller Heimbewohner in den Niederlanden mit dem Virus. Experten führen dies auf einen laxen Umgang am Anfang der Epidemie zurück. Verglichen mit anderen europäischen Ländern hatten die Niederlande zunächst weniger harte Maßnahmen getroffen, und dies erst relativ spät.

Einzelne Krankenhäuser ergriffen schließlich nach Rücksprache mit der Landesanstalt für Volksgesundheit und Umwelt (RIVM) – dem Äquivalent zum Robert Koch-Institut in Deutschland – die Initiative, um Schutzmaßnahmen heraufzufahren. Sie begannen, mehr Menschen zu testen. Außerdem wurden Gastronomie, öffentliche Einrichtungen und Schulen und Universitäten geschlossen.

Wahrscheinlich sei die niederländische Reaktion zu langsam gewesen, sagte Epidemiologin Gowri Gopalakrishna dem Sender RTL. Bis Anfang Juni wurden in den Niederlanden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) knapp 47.000 Infektionen und rund 6.000 Todesfälle gezählt.

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