Niedersächsisches Verwaltungsgericht entscheidet über Klagen gegen Pflegekammer

In Niedersachsen wird juristisch wegen der Zwangsmitgliedschaft in der Pflegekammer gestritten. Foto: Archiv

Der zu leistende Beitrag wird nach dem Einkommen bemessen und liegt nach Kammerangaben maximal bei 280 Euro im Jahr. Vor Gericht geht es nun um drei Verfahren, deren Kläger ihr Grundrecht auf Handlungsfreiheit verletzt sehen, das im zweiten Artikel des Grundgesetzes beschrieben ist. Kläger sind die Geschäftsführerin eines Seniorenheims, ein international tätiges Unternehmen zum Vertrieb von Medizinprodukten sowie eine Krankenpflegerin, die in einem Krankenhaus als Fallmanagerin arbeitet. Letztere wehrt sich gegen ihre Pflichtmitgliedschaft in der Pflegekammer, weil sie der Auffassung ist, reine Verwaltungstätigkeit zu leisten und nicht den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin auszuüben.

Die Pflegekammer Niedersachsen ist nach Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein die dritte und bisher größte Pflegekammer Deutschlands. Die Gesamtzahl ihrer Mitglieder wird auf etwa 80 000 geschätzt. (dpa)


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