Die Versorgungssituation für Sterbende in Pflegeheimen ist dramatisch, finden Patientenschützer. Foto: Krüper

In Krankenhäusern sei die Lage nicht besser, erklärte Brysch. Für 96 Prozent der rund 430.000 dort Sterbenden gebe es keine Gewähr auf einen Platz auf einer Palliativstation. “Gerade zur Nachtzeit kümmert sich ein Pfleger nicht selten um mehr als 25 Patienten”, sagte der Patientenschützer. “Da ist eine würdevolle Begleitung nicht möglich.”

Noch dramatischer sei die Situation für 340.000 Sterbenden in Pflegeheimen. Denn hier kämen oft noch mehr Bewohner auf eine Pflegekraft. “Hospizliche Sterbebegleitung ist für die meisten Heimbewohner Illusion”, sagte Brysch. Das müsse sich ändern. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sei gefordert, einen verbindlichen Fahrplan vorzulegen. Bisher gebe es keine Initiativen.


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