Patientenschützer beklagen "Freiheitsberaubung" in PflegeheimenPatientenschützer beklagen "Freiheitsberaubung" in Pflegeheimen

In Heimen seien „selbst spontane Besuche von Angehörigen oder kurze Spaziergänge in der Umgebung nicht möglich“, so Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. „Isolation und Einsamkeit sind tägliche Begleiter dieser Freiheitsberaubung.“

Foto: Deutsche Stiftung Patientenschutz

Nach Aufhebung der Besuchsverbote für 11.200 Heime habe sich für die Betreuten wenig geändert, sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, jetzt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Selbst spontane Besuche von Angehörigen oder kurze Spaziergänge in der Umgebung sind nicht möglich. Isolation und Einsamkeit sind tägliche Begleiter dieser Freiheitsberaubung.“

Zwar könne niemand ignorieren, dass das Coronavirus für Heimbewohner hochgefährlich sei. In den Einrichtungen sterbe jeder fünfte Infizierte, sagte der Stiftungsvorstand. „Aber die Einrichtungen zu Hochsicherheitszonen auszubauen, darf nicht die Antwort sein. Mit Lebensfreude, Selbstbestimmung und Menschenwürde hat das nichts zu tun.“

Notwendig seien aus seiner Sicht eine Kontaktdokumentation und eine Trennung von Infizierten, Nichtinfizierten sowie von Menschen, deren Testergebnis noch nicht vorliegt. Das gelte auch bei Neuaufnahmen. Alle Bewohner…


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