Pflegeausbildung ohne Schulabschluss könnte zu mehr Gewalt führenPflegeausbildung ohne Schulabschluss könnte zu mehr Gewalt führen

Die Absenkung der Mindestvoraussetzung der Altenpflegehelferausbildung in Hessen erhöhe mutmaßlich das Gewaltrisiko, so die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Foto: Krüper

„Es ist äußerst bedenklich, wenn der Einstieg in die Altenpflege ohne ausreichende Mindestqualifikation erfolgen kann“, so Hans-Josef Börsch, Mitglied des Vorstandes der Landespflegekammer. „In der Altenpflege müssen Kompetenzen, wie verstehnde Demenzdiagnostik, gewaltfreie Kommunikation und professioneller Umgang mit herausforderndem Verhalten, Grundvoraussetzung für dort tätige Mitarbeiter sein“, so Börsch weiter. Gewalprävention benötige Professionalität und ein hohes Maß an Selbstreflexion, das hätten pflegewissenschaftliche Studien gezeigt.

Das hessische Sozialministerium wehrt sich unterdessen gegen die Kritik. „Die Aussagen entbehren jedweder Grundlage“, erklärt Esther Walter, Sprecherin des hessischen Sozialministeriums, „Sie verunsichern die Menschen und sind ein Schlag ins Gesicht bei der Fachkräfteanwerbung, die für diese Branche so wichtig ist.“ Die Abschlüsse in der Pflege blieben genau so viel wert, wie…


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