Pflegefachpersonen und Angehörige können sich gegenseitig entlasten

Martin Moritz schult und berät Angehörige von Pflegebedürftigen

Foto: Toni Hoffmann

Moritz’ Erfahrung habe gezeigt, dass Angehörige die pflegebedürftige Person oftmals in den Mittelpunkt stellen und dabei das eigene Wohlbefinden vernachlässigen. Infolge dessen seien sie häufig überlastet. Hinzu käme, dass bestimmte Prozesse, zum Beispiel das Beantragen von Hilfsmitteln, mitunter so zäh verlaufen, dass sie ihr Vertrauen in das Gesundheitssystem verlieren.

Auf der anderen Seite seien aber auch die Pflegefachpersonen angespannt: Durch die hohe Arbeitsbelastung im Pflegeberuf könne das Gefühl entstehen, dass die Angehörigen pflegerische Abläufe stören. Dadurch blieben sie häufig eine ungenutzte Ressource, sagt Moritz.

Es sei wichtig, dass Pflegefachpersonen sich Zeit für die Angehörigen nehmen, Verständnis für sie aufbringen und positiv auf sie reagieren. Sie könnten die Angehörigen entlasten, indem sie über Leistungen der Pflegeversicherung informieren und Transparenz in Bezug auf die eigene Arbeit schaffen. Zudem sei es hilfreich, die…


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