Pflegevollversicherung kann Armutsrisiko deutlich senken

Mehr als 50 Prozent der gesetzlich Versicherten würden für die vollständige Absicherung maximal 4 Euro im Monat zahlen, hat der Bremer Forscher Heinz Rothgang im Rahmen einer Studie für die Hans-Böckler-Stiftung errechnet. Foto: David Ausserhofer.

Da die Pflegeversicherung derzeit nur eine Teilabsicherung bietet, würden die Zuzahlungen zur Pflege für viele pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen ein erhebliches Armutsrisiko darstellen, heißt es in der Pressemeldung. Eine Pflegevollversicherung, die alle Kosten für Pflegeleistungen abdeckt, würde die finanzielle Belastung deutlich reduzieren, so das Fazit aus Rothgangs Studie. Darin hatte der Gesundheitsökonom anhand von drei Szenarien untersucht, ob eine Pflegevollversicherung langfristig zu finanzieren ist und was die Leistungsverbesserung für die Beitragszahler bedeutet. Dabei habe sich gezeigt, dass für die große Mehrheit der Versicherten und der Arbeitgeber die zusätzlichen Kosten überschaubar wären, wenn die Pflegeversicherung künftig als soziale Bürgerversicherung ausgestaltet würde. Aktuell müssten gesetzlich Versicherte für eine Voll-Absicherung durchschnittlich gut fünf Euro im Monat mehr bezahlen als für das Teil-Modell, im Jahr rund 65…


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