Psychische Phänomene erkennen und dokumentieren

Betreuungskräfte sollten sich fragen, welche für das Begutachtungsinstrument (BI) relevanten Aspekte in einem bestimmten Verhalten eines Bewohners stecken und dieses Verhalten im Berichteblatt dokumentieren.

Foto: Werner Krüper

Anhand eines fiktiven Fallbeispiels zeigt sie Verhaltensweisen von Bewohnern auf, die die meisten Mitarbeiter in der Sozialen Betreuung so oder ähnlich schon einmal erlebt haben: Zum Beispiel der Rückzug ins Zimmer, mangelnde Teilnahme an Aktivitäten, das Vorschieben von Krankheiten oder Müdigkeit oder eines anstehenden Besuchs, um das Zimmer nicht verlassen zu müssen. Dabei könne es sich, so Greb-Kohlstedt, um eine Angst vor Menschen, Belastungen oder Anforderungen handeln. Möglicherweise liegen auch Kontaktstörungen oder Scham vor. Bei der dahinterstehenden Erkrankung könne es sich somit um eine depressive Angststörung, massive Trauer oder eine Anpassungsstörung handeln.
Greb-Kohlstedt: “Das sind Phänomene, die wir im Arbeitsalltag kaum noch wahrnehmen. Sie sind aber sehr anstrengend und stellen damit eine erhöhte Arbeitsbelastung dar. Zudem benötigen Menschen mit diesem und ähnlichem Verhalten eine deutlich zeitintensivere Pflege und Betreuung.”…


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