Quarantäne- und Schutzpläne in der Pflege fehlen

“Es braucht einen realistischen Blick auf die örtlichen Möglichkeiten”, sagt Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Foto: Deutsche Stiftung Patientenschutz

Es müsse unverzüglich geklärt werden, dass Pflegeheime nicht in der Lage seien Corona-Patienten innerhalb der Einrichtung zu isolieren, erklärte der Stiftungsvorstand. Es fehle schlichtweg an Pflegekräften, Ärzten und Räumlichkeiten. “Machen wir uns klar, dass notfalls Einrichtungen und mobile Dienste ihre Arbeit unterbrechen müssen”, sagte Brysch. “Hier geht es nicht um Panikmache. Vielmehr braucht es einen realistischen Blick auf die örtlichen Möglichkeiten.” Den Angaben zufolge gibt es bundesweit 14.480 Pflegeheime und etwas mehr als 14.000 ambulante Dienste.

Brysch verwies darauf, dass am Sonntag im Allgäu eine am Virus leidende Pflegeheimbewohnerin in einem Krankenhaus gestorben ist. Angesichts der Einschränkungen beim Besuchsrecht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen unterstrich er, dass es wichtig sei, bei Demenzkranken und Sterbenden Ausnahmen zu ermöglichen. (epd)


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