Rothgang: "Wenn die Hütte brennt

“Wenn die Hütte beispielsweise durch einen Corona-Ausbruch brennt und da sind Leute, die bereit sind, mehr zu arbeiten, dann sollte das ermöglicht werden – das finde ich vernünftig”, sagte jetzt der Bremer Pflegeforscher Heinz Rothgang.

Foto: David Ausserhofer

“Wenn die Hütte beispielsweise durch einen Corona-Ausbruch brennt und da sind Leute, die bereit sind, mehr zu arbeiten, dann sollte das ermöglicht werden – das finde ich vernünftig”, sagte der Gesundheitsökonom dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Wissenschaftler reagierte damit auf einen Vorstoß des niedersächsischen Sozialministeriums, das mit einer Allgemeinverfügung ermöglichen will, dass Beschäftigte unter anderem in der Pflege bis zu 60 Stunden in der Woche arbeiten können.

Wenn das freiwillig und befristet in einer Notlage mit vernünftigem Lohn und unter Achtung der Mitbestimmung geschehe, “sollte man diejenigen, die dazu bereit sind, ordnungsrechtlich nicht ausbremsen”, führte Rothgang aus. Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) will mit der umstrittenen Verfügung flexible Lösungen im Einklang mit dem Arbeitszeitgesetz ermöglichen.

Ihren Vorstellungen zufolge würde das beispielsweise bei Corona-Infektionen…


Vollständigen Artikel lesen