Auf die Nährstoffdichte kommt es anAuf die Nährstoffdichte kommt es an

Wie wollen wir im Alter leben? Für die meisten Menschen ist die Antwort klar: eigenständig und selbstbestimmt. Service-Wohnen will genau das ermöglichen. Im Mix der Versorgungsformen ist Service-Wohnen ein Zukunftstrend. Vincentz Network, Fach- und Informationsanbieter für die professionelle Altenhilfe, bringt Betreiber, Architekten und Investoren zusammen mit dem Ziel, den Ausbau dieser Wohnform voranzutreiben und den hohen Bedarf Pflegebedürftiger an sogenannter nicht stigmatisierender Unterstützung, also Hilfe, die nicht sichtbar auf Alter oder Handicap hinweist, zu decken.

Bereits in zehn Jahren wird die Altersgruppe der Menschen, die 65 Jahre und älter sind, nach Modellberechnungen des Statistischen Bundesamtes auf mehr als 29 Prozent angewachsen sein, im Jahr 2060 wird der Anteil sogar bei rund 34 Prozent liegen. Die Frage, wie Senioren im Alter leben wollen, gewinnt an Bedeutung. Und es gibt eine klare Antwort: Fast alle älteren Menschen wollen selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben – möglichst bis zum Schluss. Wie aber gelingt es, im Alter und mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen Zuhause zu leben? Die Antwort heißt Service-Wohnen. Immer mehr Menschen sprechen sich für diese Wohnform aus, weil sie sich ein ganzheitliches, altersgerechtes, dabei aber nicht stigmatisierendes Wohnkonzept wünschen, dass ihre Selbstständigkeit erhält und ihre Privatsphäre achtet.

 

Service-Wohnen ist ein Zukunftstrend

Beim Service-Wohnen werden barrierefreie Appartements so eingerichtet, dass ältere Menschen lange selbstständig in ihnen leben können. Wer Unterstützung benötigt, bucht diese individuell und maßgeschneidert dazu, sodass sogar bei fortschreitender Pflegebedürftigkeit oft ein späterer Umzug in eine stationäre Einrichtung vermieden werden kann. Die Palette der Hilfsangebote reicht von einem Hausnotruf über Putz- und Hausmeister-Service bis hin zu Betreuung und ambulanter Pflege. Das Trendthema Service-Wohnen und seine Umsetzung in optimal gestaltete Angebote für Senioren spielen bei zahlreichen Veranstaltungen des Fachverlages Vincentz Network, eine zentrale Rolle. Ob bei der Leitmesse ALTENPFLEGE und der begleitenden Konferenz Tag der Wohnungswirtschaft, dem Kongress Altenheim EXPO (25.-26. Juni 2019 in Berlin) oder der im Herbst erstmals stattfindenden Fachkonferenz Residencia: Projektentwickler, Betreiber, Städteplaner, Architekten, Innenarchitekten und Investoren engagieren sich in diesem schnell wachsenden Markt.

 

Altersgerechtes Wohnen – stigmafrei und innovativ

Wichtiger Anspruch des Service-Wohnens: Die Wohneinrichtungen und Außengestaltungen sollen nicht auf Alter oder Handicap hinweisen, eine Stigmatisierung vermieden werden. „Alles weglassen, was nach Alter aussieht“ ist auch das Motto von Architekt und Designer Oliver Conrad aus Düsseldorf. Er ist Kurator der Sonderschau „Universal Rooms“ auf der Messe ALTENPFLEGE 2019 in Nürnberg. Veranstalter Vincentz Network präsentierte dort 2019 erstmals eine komplett eingerichtete, altersgerechte und in Form und Design anspruchsvolle Wohnung und schuf damit einen Publikumsmagneten. Auf 75 Quadratmetern fanden die Besucher, alles, was Leben, Alltag und Hausarbeit erleichtert – edel, stilvoll und so ideenreich, dass auch junge Leute sich angesprochen fühlten. Eine Waschmaschine auf Augenhöhe, darunter eine Abstellfläche in ergonomisch perfekter Höhe für den schweren Wäschekorb – jeder dürfte sich, unabhängig vom Alter, über diese sinnvolle, rückenfreundliche Anordnung freuen. „Altersgerechtes Wohnen darf nicht unattraktiv aussehen“, sagt Conrad und hat ein Beispiel parat für typische Seniorenhilfen, die er als stigmatisierend empfindet und unauffälliger, eleganter umsetzen würde: der zusätzlich angeschraubte Haltegriff oder etwa der Plastikhocker in der Badewanne. Beides würde der Designer von vorneherein in Armatur und Badewanne integrieren. Eine formschöne Sitzgelegenheit bietet schließlich nicht nur älteren Menschen Entlastung. Jeder kann sie sinnvoll nutzen, zum Beispiel kleine Kinder, während man sie wäscht. Ziel ist es, ergonomische Möbel zu schaffen, die für jede Generation praktisch sind, mit zunehmendem Alter aber unverzichtbare Stütze werden, um selbstständig leben zu können.

 

Studie: Service-Wohnen als attraktives und dynamisches Segment innerhalb der Immobilienwirtschaft

Im Mix der Versorgungsformen für das Wohnen im Alter hat sich das Service-Wohnen bereits zu einem attraktiven Segment innerhalb der Immobilienwirtschaft entwickelt. Betreiber von Pflegeeinrichtungen erweitern ihr Angebot für Menschen, die im Alter auf ein hohes Maß an Selbständigkeit und autonomes Wohnen Wert legen. Das belegt unter anderem die Marktuntersuchung des Projektentwicklers Terragon, bei der erstmals die Versorgungslage für Betreutes Wohnen in allen Kommunen mit mehr als 5.000 Einwohnern erfasst wurde. Im Vergleich zu anderen Versorgungsformen wird sich, so ein zentrales Ergebnis der Studie, das Service-Wohnen wesentlich dynamischer entwickeln. Terragon schätzt das Investitionsvolumen in diesem Marktsegment auf 64,5 Milliarden Euro. Rund 550.000 zusätzliche Einheiten werden der Studie zufolge im Segment Service-Wohnen benötigt. Dem Trend folgt auch die Convivo Gruppe aus Bremen. Sie hat sich von einem Pflegeanbieter zu einem Dienstleistungskonzern mit Service-Konzepten rund um das Wohnen im Alter gewandelt. Convivo hat 2018 den ersten Wohnpark mit 55 Service-Wohnungen in Hamburg eröffnet und will bis 2025 rund 80 dieser Wohnparks in ganz Deutschland errichten. Jeder Wohnpark soll einen eigenen ambulanten Dienst erhalten, damit rund um die Uhr examiniertes Personal vor Ort ist.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wenn Sie über das Thema Service-Wohnen berichten wollen und auf der Suche nach Ansprech- und Recherchepartnern sind, helfen Ihnen unsere kompetenten Fachredakteure gerne weiter. 

 

Kontakt:

Matthias Ehbrecht
Chefredakteur CAR€ Invest
+49 511 9910-190
Matthias.Ehbrecht@vincentz.net
www.careinvest-online.net

 

Über Vincentz Network:

Vincentz Network bietet Fachinformationen für die Berufsgruppen in der Altenpflege an. Mit dem Portfolio ist Vincentz der Marktführer, wenn es um Wissensvermittlung sowie Vernetzung und Geschäftsanbahnung innerhalb der professionellen Altenpflege geht (www.vincentz.de). Was mit Fachzeitschriften und Fachbüchern begann, ist jetzt ein umfangreiches Angebotsspektrum mit der größten Fachmesse für die Altenpflege, der Vincentz-Akademie, Arbeitshilfen, Online-Angeboten und Wissensdatenbanken.