Soziale Pflegeversicherung kämpft mit Defizit und schmelzenden Rücklagen

Die Broschüre “vdek-Basisdaten des Gesundheitswesens 2018/2019” ist erschienen und zeichnet kein erfreuliches Bild der Ausgaben und Rücklagen der Sozialen Pflegeversicherung. Foto: Adobe Stock/ Gina Sanders

Der mit den Pflegestärkungsgesetzen im Jahre 2017 eingeführte neue Pflegebedürftigkeitsbegriff habe dazu geführt, dass mehr pflegebedürftige Menschen Leistungen
der sozialen Pflegeversicherung (SPV) in Anspruch nahmen. Dies habe sich sowohl bei der Zahl der Leistungsempfänger wie auch bei der Ausgabenentwicklung
bemerkbar gemacht. Die Zahl der Leistungsempfänger ambulant und stationär sei von knapp 3 Millionen auf rund 3,3 Millionen im Jahr 2017 angestiegen.

Die Ausgaben der SPV hätten sich 2017 auf 38,5 Milliarden Euro erhöht. Die Einnahmen hätten hingegen 36,1 Milliarden Euro betragen. Damit sei 2017 ein Defizit von rund
2,4 Milliarden Euro verblieben, und dies obwohl der Beitragssatz zum 1. Januar 2017 bereits moderat angehoben worden sei. Die Rücklagen seien von 9,3 auf 6,9 Milliarden Euro (entspricht 2,2 Monatsausgaben) zurückgegangen.

Diese Entwicklung habe sich 2018 fortgesetzt, so dass die SPV mit einem Defizit von etwa 3,6…


Vollständigen Artikel lesen