Spahns Sofortprogramm ist "eine Fortsetzung der Flickschusterei und politisch unseriös".

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie fordert von der Bundespolitik deutlich mehr Engagement für die Pflege. Foto: Adobe Stock/ Peter Atkins

Die Ausgaben, die auf Pflegebedürftige zukämen, die einen stationären Pflegeplatz brauchen, lägen in der Spitze inzwischen bei 2.400 Euro im Monat, im Durchschnitt bei 1.800 Euro monatlich. “Es ist ein echtes Risiko, pflegebedürftig zu sein”, sagte Lilie, “und wir nennen das Sozialversicherung. Das ist ein Fake!”

Tatsächlich müsse bei jedem dritten Heimbewohner der Staat mit Sozialhilfe einspringen. Der Diakonie-Chef forderte die Politik auf, die Finanzierung der Pflege grundlegend zu überdenken: “Wir müssen über Geld reden – aber wir müssen auch über die Verteilung reden”, sagte er.

Lilie schlug ein Mischmodell aus Steuerfinanzierung, Pflegeleistungen und Mitteln der Krankenversicherung vor, um zu “einer vernünftigen Absicherung bei Pflegebedürftigkeit zu kommen”. Er erwarte von der Politik Antworten auf die Frage, “wie wir die Pflegeversicherung so weiterentwickeln, dass sie nicht eine Versicherung mit…


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