Urteil zur Bezahlung medizinischer Fußpfleger

Foto: Stephan Kostrzewa

Suchen sie einen medizinischen Fußpfleger zur Behandlung eines eingewachsenen Zehennagels auf, weil kein Arzt bereit war, darf die Krankenkasse nicht zahlen, urteilte am Dienstag das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel. (AZ: B 1 KR 34/17 R) Die Behandlung dieser Erkrankung gehöre allein zu den ärztlichen Versorgungsleistungen, befand das Gericht. Im konkreten Fall litt eine Berlinerin unter einem chronisch eingewachsenen Nagel am großen Zeh. Sie wollte sich bei einem Arzt behandeln lassen, doch niemand war dazu bereit oder in der Lage. Daraufhin ging sie zu einer ausgebildeten Podologin. Die passte eine individuell angefertigte Zehennagelspange an.

Die Krankenkasse der Frau bezahlte zwar die Sachkosten, nicht aber die Vergütung der Fußpflegerin, insgesamt 152 Euro. Diese Art der Behandlung sei allein eine ärztliche Leistung, die niemand sonst auf Kassenkosten erbringen dürfe. Die Kasse räumte zwar ein, dass Ärzte diese Therapie “nicht flächendeckend”…


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