Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe ist verfassungswidrig

Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland: “Beihilfe zum Suizid darf keine Alternative zu einer aufwändigen Sterbebegleitung sein”.

Foto: Diakonie/Thomas Meyer

“Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG) umfasst ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und hierbei auf die freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen”, so das Bundesverfassunggericht in einer Erklärung.

“Wir bedauern das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur aktiven Sterbehilfe”, so Caritas-Präsident Peter Neher. “Sterbenskranke Menschen brauchen eine Begleitung, die ihre Ängste und Nöte und die ihrer Angehörigen ernst nimmt. Sie müssen alle mögliche Unterstützung erfahren, um würdevoll sterben zu können. Wir werden uns weiterhin unermüdlich für eine gute Hospiz- und Palliativversorgung einsetzen. Sterbehilfe verstößt gegen die Menschwürde und gegen das christliche Menschenbild.”

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, befürchtet, dass die Beihilfe zum Suizid jederzeit von…


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