Weniger sedierende Psychopharmaka für Pflegebedürftige

Bei 40 Prozent der Heimbewohner mit Demenz würden sedierende Psychopharmaka verordnet, so Melanie Huml. Diese Medikamente hätten allerdings viele Nebenwirkungen und müssten daher besonders zurückhaltend eingesetzt werden.

Foto: Adobe Stock/ Mike Fouque

Konkret geht es laut Pressemeldung des Ministeriums dabei um eine Studie mit dem Titel “Reduktion sedierender Psychopharmaka bei Heimbewohnern und Mietern in ambulant betreuten Wohngemeinschaften mit fortgeschrittener Demenz” (DECIDE-Projekt). Sie wird von der Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Janine Diehl-Schmid vom Klinikum Rechts der Isar geleitet. Im Rahmen des Projekts sollen Fortbildungen und Informationsveranstaltungen angeboten werden. Außerdem ist eine Website mit umfangreichen Informationen geplant.

“Mir ist bewusst, dass sedierende Medikamente bei einer Reihe von Erkrankungen notwendig sind, um die Beschwerden von Patienten zu lindern. Allerdings möchten wir für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Sedativa werben. Mit der Studie sollen die Öffentlichkeit und die Beschäftigten in der medizinischen Versorgung und Pflege für die Problematik sensibilisiert werden. Außerdem planen wir einen Fachtag sowie Vorträge auf…


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