Westerfellhaus: Viele sind kurz davor aufzugeben

“Zu viele Antragsformulare, zu komplizierte Regelungen und zu schematische Angebote erschweren die Pflege zu Hause unnötig. Wir müssen die Bürokratie entschlacken und individuellere Leistungen ermöglichen, um hunderttausende pflegende An- und Zugehörige massiv zu unterstützen. Denn viele sind kurz davor, aus der Pflege zu Hause auszusteigen”, so Andreas Westerfellhaus. Foto: Christian Ditsch

“Viele sagen mir: Ich verstehe es nicht. Ich gebe in dem Dschungel einfach auf. Und dann verzichten sie auf Leistungen, die ihnen eigentlich zustehen”, sagte Westerfellhaus dem Evangelischen Pressedienst. Die Angehörigen hätten nicht die Kraft, sich auch noch in die Pflege-Bürokratie zu vertiefen: “Betreuungsleistungen, Sachleistungen, Verhinderungspflege, Tagespflege, Nachtpflege – das sind unter Umständen mehr als 20 Anträge. Das ist viel zu kompliziert”, so der Staatssekretär.

Seinem Konzept zufolge soll es künftig nur noch zwei Töpfe geben, aus denen Mittel abgerufen werden können: ein Budget für die eigentlichen Pflegeleistungen und ein anderes für die Entlastung der Pflegepersonen. Die Familien könnten dann entscheiden, was sie gerade brauchen. Dabei soll ihnen ein unabhängiger Berater zur Seite stehen, wenn sie das wollten, erklärte Westerfellhaus. Es gehe dabei nicht darum, den Leistungsumfang der Pflegeversicherung auszuweiten,…


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